Archive for Juli 2010

4.September 2010/Antikriegstag: Blumen für Stukenbrock

28 Juli, 2010

In diesem Jahr jährte sich zum 65. Mal der Tag der Befreiung Deutschlands von Krieg und Faschismus. In einer Zeit, in der Nazis sich in unserem Land wieder frei betätigen können, gibt es allen Grund für ein Gedenken an die damaligen Befreier und die Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Auf dem Sowjetischen Soldatenfriedhof in Schloss Holte-Stukenbrock mahnen 65.000 zu Tode gequälte sowjetische Kriegsgefangene sowie zahlreiche Gefangene und Zwangsverschleppte aus Polen, Frankreich, Italien und Jugoslawien zu Frieden und Toleranz. Wir wollen gern gemeinsam mit Euch an der Mahn- und Gedenkveranstaltung am

Samstag, 4. September 2010

teilnehmen. Für die Anreise nach Stukenbrock haben wir einen Bus organisiert. Zusteigemöglichkeiten gibt es in Dinslaken (10:00 Uhr Busbahnhof am Bahnhof), Moers (10:30 Uhr Busbahnhof am Bahnhof), Duisburg (11:00 Uhr HBF, Busbahnhof am Haupteingang) und Essen (11:30 Uhr HBF, Busbahnhof am Südausgang). Wir fahren mit einem Bus der Firma Sontowski, Herne. Der Unkostenbeitrag für den Bus beträgt maximal 18,- € pro Person.

Doppelklick auf das Mahnmal zeigt weitere an. Alle Bilder von www.arbeiterfotografie.de

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Presseerklärung zu den Vorfällen auf der Love Parade in Duisburg

28 Juli, 2010

Der Bezirksvorstand Ruhr-Westfalen der Deutschen Kommunistischen Partei trauert mit den Angehörigen der Toten während der Love Parade in Duisburg. Mindestens neunzehn Familien haben ihre Söhne und Töchter verloren, Menschen in der Blüte ihres Lebens. Hunderte Familien müssen um ihre Angehörigen bangen, die in Kliniken eingeliefert wurden, Tausende haben sich in der Nacht der Veranstaltung um ihre Kinder Sorgen gemacht.

Die DKP verlangt, dass die Geschehnisse, die zu diesen tragischen Ereignissen führten, schnellstens aufgeklärt werden, die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und Duisburgs Oberbürgermeister Alfred Sauerland (CDU) seinen sofortigen Rücktritt erklärt.

Die DKP sieht in den Vorfällen auch politische Dimensionen, so vor allem:

–    Die Veranstaltung hat so viele jugendliche Interessenten angezogen, weil viele junge Menschen kaum noch in der Lage sind, sich den Eintritt zu Veranstaltungen zu leisten. Daher gingen sie zur kostenlosen Love Parade in der Hoffnung, etwas Spaß zu haben und einen schönen Abend zu erleben.
–    Die Stadtverwaltung Duisburg hat in grenzenloser Selbstüberschätzung diese Veranstaltung zugelassen, obwohl von vielen Seiten vorher gewarnt worden war, dass diese Stadt und dieser Veranstaltungsort ungeeignet für eine solche Veranstaltung ist.
–    Alle an der Vorbereitung beteiligten kannten die Risiken und haben sie trotzdem durchgeführt bzw. durchführen lassen. Die DKP hat in der Vergangenheit auch schon Großveranstaltungen mit hunderttausenden Teilnehmern durchgeführt, unter anderem in Duisburg– so z.B. an der Wedau – und kann beurteilen, welche Gespräche mit Polizei, Ordnungs- und anderen Behörden nötig sind, um eine Veranstaltung in diesen Dimensionen zu planen. Dazu müssen auch immer Auflagen erfüllt werden, um die Veranstaltung überhaupt genehmigt zu bekommen.
–    Fußballspiele, linke Demonstrationen und Großkundgebungen werden immer von einem Großaufgebot der Polizei „begleitet“, Faschisten bei ihren Aufmärschen von der Polizei geschützt – hier hat immer das Polizeipräsidium das Sagen. Wo war dieses „Sagen“, als absehbar war, dass die Veranstaltung aus dem Ruder läuft? Man hat hier laufen lassen!
–    Schon heute dürfte klar sein, dass die Todesopfer im Zusammenhang mit dem Nadelöhr des Tunnels an der Karl-Lehr-Straße stehen. Statt zusätzlich Ein- und vor allem Ausgänge zu öffnen, wurde hier sehenden Auges eine „Massenpanik“ praktisch erzeugt – alles nur, um auf dem Platz des Abschlusskonzertes vor allem durch Verkäufe doch noch einen schnellen Euro zu machen.

Die DKP ist der Meinung, dass die Kommunen auch im Ruhrgebiet mehr Geld für die Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden muss, um dem Kommerz in diesem Bereich Paroli bieten zu können.
Essen, den 25.07.2010