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Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration im Rahmen der Liebknecht-Luxemburg-Ehrung am 10. Januar 2010

15 Dezember, 2009

Über den vor 95 Jahren vom deutschen Imperialismus entfesselten I. Weltkrieg, den zu kreditieren Karl Liebknecht sich am 02. Dezember 1914 als einziger Reichstagsabgeordneter verweigerte, schrieb Rosa Luxemburg 1916 in der „Juniusbroschüre“: „Der Krieg ist ein methodisches, organisiertes, riesenhaftes Morden. Zum systematischen Morden muss aber bei normal veranlagten Menschen erst der entsprechende Rausch erzeugt werden. Dies ist seit jeher die wohlbegründete Methode der Kriegsführenden. Der Bestialität der Praxis muss die Bestialität der Gedanken und der Gesinnung entsprechen, diese muss jene vorbereiten und begleiten“. Luxemburg sprach von Hetzblättern, „die Berg und Tal zusammenbringen, Krieg mit ´Humanität´, Morden mit Bruderliebe, Bewilligung von Mitteln zum Kriege mit sozialistischer Völkerverbrüderung vermählen wollen.“

Für die Konsequenz ihres Handelns und die unbestechliche Klarheit ihres Denkens wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 91 Jahren von der Reaktion ermordet. So wie sie wehren wir uns heute gegen jene, die uns weismachen wollen, Krieg und Menschenrechte, Morden und Brüderlichkeit, Kriegsetats und „internationale Staatengemeinschaft“ gehörten zusammen. Luxemburg und Liebknecht ehrend demonstrieren wir gegen imperialistische Kriege. Wir fordern den sofortigen Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Wir demonstrieren gegen jegliche direkte und indirekte Kriegsbeteiligung Deutschlands, gegen alle aggressiven Bestrebungen der EU und der NATO, gegen horrende Rüstungsausgaben und mörderische Rüstungsexporte. Unsere Sympathie gilt allen Bestrebungen, den US-amerikanischen Hegemonieanspruch einzudämmen. Voller Hoffnung blicken wir auf die revolutionären Bewegungen Lateinamerikas und wir verabscheuen die honduranischen Putschisten. Der MAS-Regierung Evo Morales gilt unsere Solidarität ebenso wie den Fortschrittskräften Venezuelas und dem sozialistischen Kuba. Unsere ausdrückliche Solidarität gehört dem palästinensischen Volk und der israelischen Friedensbewegung. Wir wenden uns gegen alle neokolonialistischen Machenschaften, gegen die hemmungslose Ausbeutung insbesondere des afrikanischen Kontinents.

Gerade in Anbetracht der seit 1945 größten Weltwirtschafts- und Finanzkrise demonstrieren wir gegen rapide wachsende Arbeitslosigkeit, den grassierenden Sozialabbau und die damit einhergehende Entwürdigung von Millionen Menschen. Wir stellen uns gegen die unverschämten Beschränkungen bürgerlicher Freiheitsrechte unter der Flagge der Terrorbekämpfung. Wir wehren uns gegen die stetig aggressiver agierenden Nazis und demonstrieren gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Nationalismus. Dem Antifaschismus, der internationalen Solidarität und dem Humanismus fühlen wir uns unbedingt verpflichtet.

Wir – Linke unterschiedlicher Strömungen – werden am 10. Januar 2010 friedlich unsere Standpunkte und Forderungen bekunden. Wir rufen zu einem breiten Bündnis auf.
Berlin, 18.09.2009

DKP-Bezirksvorstand Ruhr-Westfalen
Im Sinne von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg steht dieses Treffen ganz im Zeichen des Kampfes gegen Faschismus und Krieg, gegen Arbeitslosigkeit, Sozial- und Demokratieabbau- im Zeichen der internationalen Solidarität.
Wie in jedem Jahr werden wir in Berlin dabei sein.
Die gemeinsame Fahrt mit je einem Bus aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland sowie die Übernachtung am 09.01. im Hotel Kolumbus wird vorbereitet.
Der Preis für Bus und Hotel beträgt unverändert 58 €; ( Unterbringung in 2; 3 und 4 Bettzimmern) Für TeilnehmerInnen die ein Einzelzimmer belegen möchten entstehen Mehrkosten von 20 €.

Vorläufige Abfahrtszeiten- und Orte am Samstag 09.01.2010:
Bus 1 ( Ruhrgebiet)
6:30 Uhr Duisburg
7:00 Uhr Essen
8:00 Uhr Dortmund

Bus 2 (Münsterland/ Ostwestfalen) 4:00 Uhr Stadtlohn; nächste Stationen sind Münster, Bielefeld, Minden.
Die Rückfahrt erfolgt am Sonntag 10.01. nach der Demonstration um ca. 13:00 Uhr.

Alle angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten vor der Fahrt noch eine schriftliche Mitteilung mit genauen Angaben über Abfahrtsorte- und Zeiten  und zu Einzelheiten unseres Aufenthaltes in Berlin.
Anmeldungen und Fragen zur Teilnahme bitte an:
Bezirksvorstand Tel. 0201 225147 ( Rosi Stiffel), Email siehe Impressum, oder an
Ansgar Schmidt, Münster 0251 6090905. Email: ansgar69(at)gmx.de

Lasst uns jetzt gemeinsam viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer werben und zum Erfolg des LLL- Treffen beitragen.

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